Zusammen sind wir stark. Unser größter Feind ist nicht das Virus. Unsere größten Feinde sind Angst, Gerüchte, Stigma und Ausgrenzung. Was wir brauchen sind Fakten, Vernunft und Solidarität.“ Das hat Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon Ende Februar gesagt, als die große weltweite Krise erst am Anfang war. Unser gewohnter Lebensrhythmus wurde unterbrochen und wir sind nicht mehr im Gleichgewicht. Die vielen kollektiven Ängste, die in uns allen auf vielfältige Weise getriggert werden, sind meiner Meinung nach genauso, wenn nicht sogar gefährlicher, als der manifeste neue Corona-Virus. Es sind die Ängste, sich anzustecken oder die nächsten Angehörigen, selbst zu erkranken und Ängste, den Arbeitsplatz oder die Existenz zu verlieren. Ängste, dem Alltag nicht mehr gewachsen zu sein. Auch eine Angst der zunehmenden sozialen Isolation macht sich breit. Diese Ängste machen langfristig krank und steigern ein Erkrankungsrisiko. Ängste lassen sich nicht einfach auf Knopfdruck zum Verschwinden bringen, sondern wir werden einzeln und gesamtgesellschaftlich nach Wegen zu suchen haben, ihnen konstruktiv zu begegnen. Angst ist eine wichtige Emotion, die unser Überleben physisch in vielen Situationen unseres Lebens sichert. Eine Emotion, die beachtet sein will und wir nicht einfach nach Belieben wegdrücken können. Ängste und Panik werden besonders geschürt, wenn kein Ende abzusehen ist. Ob etwas Schlimmes passiert oder ob man sich ausmalt, dass es passieren könnte, hat den gleichen negativen biologischen Effekt im Organismus.

Daher möchten wir auf zwei hilfreiche Artikel und zwei Podcasts verweisen, die zum Thema Angst und besonnener Umgang mit dem Thema in den Medien der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK) veröffentlicht wurden:

Folgende vier Artikel finde ich in dem Kontext des Krisengeschehens hilfreich und voller guter Gedanken und Impulse:

Persönlich wirklich berührt hat mich folgendes kurzes Video: Eine außergewöhnliche Sicht vom Corona Virus, auf dem Instagram-Account von Pascal Zadow.
Für alle Menschen, die für aufbauende und konstruktive spirituelle Impulse offen sind, sei der folgende Link empfohlen: Annette Kaiser hat den motivierenden, tiefgründigen Text verfasst, Armita Nikdin die Musik, Silke Schäfer liest: https://www.youtube.com/watch?v=T2bpWOHXkZg

Im einem Schwerpunktartikel auf der Homepage der GfBK habe ich in Co-Kreation mit den Ärztinnen und Ärzten der Gesellschaft viele Hinweise für medikamentöse und nicht-medikamentöse Vorbeugung gegeben. Insbesondere haben wird dort auch eine Menge gesundheitsfördernder Links zusammengetragen, die Ihnen andere Perspektiven für den Alltag im Umgang mit der Krisensituation vermitteln möchten. Zum Schwerpunktthema kommen Sie hier: Achtsam und selbstwirksam mit der aktuellen Situation umgehen. Hier geht es direkt auf eine immer wieder aktualisierte und ergänzte Linkliste mit weiteren gesundheitsfördernden Informationen auf der Homepage der GfBK.

Ein berührendes Gedicht meiner GfBK-Mitarbeiterin Susanne Grasegger aus München bringt auf den Punkt, wie entscheidend unsere persönlich Haltung im Geschehen ist:

Lasst uns Teil haben, an dem was zählt

Lasst uns aufmerksam werden, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Lasst uns sorgsam trennen, was uns ohne Grund drängt und worauf wir hoffen wollen.
Lasst uns gut darauf achtgeben, wem wir unser Gehör schenken und worauf wir vertrauen.
Lasst uns eine eigene Meinung haben, die uns die Seele und nicht der Kopf geschenkt hat.
Lasst uns im Inneren suchen, was uns im Außen Angst macht und lasst uns dem alles entgegensetzen, was die Kraft des Lebens und der Liebe zu schenken hat.
Lasst uns Zeiten der Ruhe nutzen, um nach verloren gegangener Freude zu suchen.
Lasst uns die Augen auf das richten, was sonst im Rausch der Eindrücke nicht sichtbar ist.
Lasst uns dem Takt unseres Herzens lauschen und die Melodie der Liebe genießen.
Lasst uns in Gedanken die umarmen, die wir schon viel zu lange nicht mehr umarmt haben.
Lasst uns frei von Ablenkung tag träumen, was uns wirklich zufrieden macht.
Lasst uns neu bestimmen, wonach wir uns sehnen.
Lasst uns teilen, was uns bewegt und lasst uns spüren, was Teilen bewegen kann.
Lasst uns unsere Zeit nutzen, für Gedanken, die die Kraft haben uns zu stärken und lasst uns immer, wenn wir die Kraft dazu haben, das tun, was die überragende Chance hat, Gutes zu bewirken.
Lasst uns eine Idee davon formen, worauf es wirklich ankommt.

Blicken Sie bitte trotz des Krisengeschehens zuversichtlich in die Zukunft, bleiben Sie sich und Ihren Wertevorstellungen treu. Suchen Sie auch bei äußerer Distanz Menschen, mit denen Sie sich austauschen, um gemeinsam nach kreativen Lösungen zu suchen, sich gegenseitig vertrauensvoll aufzubauen oder zu entlasten. Begegnen Sie sich selbst öfter mit einem zärtlichen, liebevollen Mitgefühl. Achten Sie gut auf sich und sorgen Sie liebevoll für sich und Ihre Nächsten!

Dr. med. György Irmey, 1. Vorsitzender GANIMED e.V.